Kurzdokumentation zum Film über die

Entstehung und Wirkung der Quellen

von Tarasp-Schuls-Vulpera

von den Waldhaus Vulpera Kurärzten

Dr. Pauline Lenz und Dr. M. S. Meier aus dem Jahr 1941

 

Weitere Links:

Buchprojekt Waldhaus Vulpera

Zeittafel Waldhaus Vulpera

Gäste des Waldhaus Vulpera

Heilquellenfilm der Waldhaus Vulpera AG von 1941

Engadin-Scuol-Samnaun

Scuol-Tarasp-Vulpera

Hotel Villa Post

Hotel Schweizerhof

Hotel Villa Silvana

Villa Engiadina

Hotel Villa Maria Vulpera

Kurpark Vulpera mit Waldhaus-Brunnen

Kraftwerksmuseum Vulpera

Hotelfreibad Vulpera

Golfclub Vulpera

Wikipedia: Hotel Waldhaus

Wikipedia: Hotel Waldhaus (english)

Hotel Scuol Palace (Grand Hotel Kurhaus Tarasp)

Hotel Val Sinestra

Trinkhalle Tarasp - Büvetta Nairs

Fundaziun NAIRS Zentrum für Gegenwartskunst

Mineralquellen Scuol

Stiftung Schloss Tarasp

Nicol. Hartmann & Cie. AG

Archiv Cultural Engiadina Bassa

Kulturarchiv Oberengadin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorbemerkung zum Heilquellenfilm Tarasp-Schuls-Vulpera:

Derzeit ist kein Exemplar dieses Heilquellen-Films aus dem Jahr 1941 mehr bekannt, es ist jedoch zu hoffen, dass durch diese Dokumentation eine Kopie des Films in entsprechenden Archiven gefunden werden kann.

Sollten Sie etwas über den Verbleib des Films wissen, dann wenden Sie sich bitte an Dr. Jochen P. Ziegelmann, E-mail: jochen.ziegelmannfu-berlin.de

Enstehungsgeschichte des Heilquellenfilms Tarasp-Schuls-Vulpera:

Zu Beginn der 1940er Jahre haben die damaligen Kurärzte von Vulpera (Dr. Pauline Lenz und Dr. M. S. Meier) einen Film produzieren lassen über die Heilquellen in Tarasp-Schuls-Vulpera. Hierzu wurden von Dr. Lenz auch Trickfilm-Sequenzen gezeichnet und von Dr. Meier Filmaufnahmen des Kurbetriebs und des Kurorts gefertigt.

Die Planungen für den Film begannen im Herbst 1940: Am 21.01.1941 schreibt Dr. Lenz an die Waldhaus-Generaldirektion, dass der Vortragstext und die Grundzeichnungen bereits fertig sind und dass die Trickfilmproduktion um die 1000 Franken kosten würde und bittet darum, dass die Gesamtkosten des Films zwischen den beiden Ärzten und des Waldhaus-AG aufgeteilt werden. Der Film ist kein Tonfilm und daher muß während der Filmvorführung (trotz Untertitel und verbindender Texte zwischen den Szenen) ein begleitender Vortrag gehalten werden, welchen meistens Dr. Meier übernahm. In dem bereits genannten Brief vom 21.01.1941 erwähnt Dr. Lenz die Zusammenarbeit mit einem Herrn Isler von der "Schmalfilm AG" in Zürich. Dr. Lenz ließ sich in einem Spezialatelier in Zürich in die Trickfilmtechnik einwiesen. Die eigentlichen Trickfilmsequenzen wurden von Dr. Lenz in Locarno gezeichnet und dort abfotografiert.

Der Film wurde von Dr. Lenz und Dr. Meier zumindest in den 1940er Jahren in Vulpera gezeigt. Er wurde auch von Dr. Lenz mit englischem Vortrag in der Schweizer Gesandtschaft in London, sowie auch in Belgien und Luxemburg, gezeigt. Ebenso ist denkbar, dass Dr. Lenz den Filmvortrag in ihrem Winterquartier in Locarno vorgeführt hat und Dr. Meier ihn in Berlin gezeigt hat. Auch bei den Ärztekollegen in Schuls scheint der Film Anklang gefunden zu haben. So schreibt beispielweise Dr. Men Gaudenz 1970: „Pauline Lenz hat einen sehr lehrreichen Film über den Kurort und die Wirkungsweise der Mineralbäder herstellen lassen“.

Bei der Teilübernahme der Schmalfilm AG (welche an der Entstehung des Films beteiligt war) durch die HEAD-FILM Zürich im Jahr 1991 wurde nur der Schulverleih übernommen. Ein Film über die "Heilquellen Tarasp-Schuls-Vulpera" war nicht Teil der übernommenen Filme.

 

Büvetta Tarasp (Trinkhalle Tarasp)

Inhaltsangabe des Heilquellenfilms Tarasp-Schuls-Vulpera:

In ihrem autobiografischen Roman „Die Kurärztin“ gibt Dr. Lenz (die in diesem Roman „Dr. Sturm“ heißt) auf den Seiten 219 bis 244 Einblicke in die Entstehungsgeschichte des Films sowie in den Inhalt der einzelnen Szenen:

Erster Teil des Heilquellenfilms Tarasp-Schuls-Vulpera:

Darstellung einer Quellenentstehung: Das erste Bild erinnerte daran, daß unsere Erde im Innern nicht hart und kalt ist, sondern feurig-flüssig. (Eine im Mittelpunkt eines rotierenden Pappglobus langsam aufleuchtende Glühbirne veranschaulichte dies ausgezeichnet.)

Zeichnung mit geologischem Querschnitt, durch Risse und Spalten im Gestein steigen Gasbläschen hoch.

Darstellung des Sauerstoffmangels in den Moffetten. Ein munteres Kaninchen wird in eine Mofette gesetzt, welches dann allmählich träge und schläfrig wird.

Kohlensäure löst sich im Wasser. Dadurch entsteht eine schwache Säure, die bei langer Einwirkungszeit Gestein auflöst. Daß die einzelnen Brunnen in Tarasp-Schuls-Vulpera so verschieden zusammengesetzt sind (und demgemäß verschieden wirken), erklärt sich daraus, daß die Gasportionen in ganz verschiedener Tiefe auf Wasseradern stoßen und so mehr oder weniger lang Gelegenheit haben, ihre gesteinlösende Tätigkeit zu entfalten. Im Trickfilm springen mehrere Brünnlein hoch.

Zweiter Teil des Heilquellenfilms Tarasp-Schuls-Vulpera:

Kurgäste promenierten vor der Trinkhalle am Flussufer und leeren ihre Becher.

Trickfilm: Man sieht das getrunkene Wasser (wie im Röntgenbild) durch Speiseröhre, Magen und Darm rinnen, diese Organe reinigend und zur Arbeit (Peristaltik) anregend.

Trickfilm: Die Gallenblase zieht sich zusammen: einmal blitzschnell nach Genuss einer größeren Menge kalter Quelle, im nächsten Bild ganz langsam, weil der Kurgast nur eine kleine Quantität warmen Mineralwassers schlückchenweise trinkt.

Trickfilm: Die Trinkkur entwässert den Körper und eine vierschrötige Gestalt innerhalb einer Minute zu idealen Filmstarformen.

Erklärung der Bäderwirkung: ein Kurgast sitzt in der mit Kohlensäurewasser gefüllten Wanne. Gasbläschen setzten sich auf seine Haut, dringen durch sie hindurch und veranlassen dabei die kleinen, engen, subkutanen Blutgefäßchen sich zu erweitern.

Trickfilm: Eine durch Stauung vergrößerte Leber, eine geschwollene Milz und das über dehnte Herz, geben ihren Blutüberschuß an die Peripherie ab, erholen sich und gehen auf normale Größe zurück.

Die sinkende Quecksilbersäule eines Blutdruckmanometers veranschaulicht das Nor malwerden von arteriellem Hochdruck.

 Dritter Teil des Heilquellenfilms Tarasp-Schuls-Vulpera:

Betrieb im Strandbad, auf Tennis und Golfplätzen, Spaziergänge durch die Schlucht und zum Schloß Tarasp mit sonnendurchfluteten Landschaftsbildern.

Literatur

Wieser, C., M. Gaudenz, F. Maissen et al.(1970). Äskulap in Graubünden. Beiträge zur Geschichte der Medizin und des Ärztestandes. Zum Anlass seines 150jährigen Bestehens herausgegeben vom Bündnerischen Ärzteverband. Chur: Calven. (S. 461)

Lenz, P. (1959). Die Kurärztin. Ein Roman nach dem Leben. München: Verlag Die Rose (Seiten 219 bis 244).

 

Buchprojekt "Hotel Waldhaus Vulpera"

Im Buchprojekt "Hotel Waldhaus Vulpera" soll die Geschichte dieses einzigartigen Grandhotels nachgezeichnet werden: Von der Herberge im stattlichen Bauernhaus in Vulpera dadora in den 1830er Jahren, zum Waldhaus-Neubau 1897. Von der Blütezeit vor dem ersten Weltkrieg bis hin zur tragischen Brandkatastrophe 1989.

 

Wie können Sie am Buchprojekt "Hotel Waldhaus Vulpera" mitwirken?

Falls Sie das Hotel Waldhaus Vulpera noch persönlich erlebt haben oder noch Erinnerungsstücke in Form von Geschichten, Fotos, Gegenständen oder Dokumenten haben, dann wenden Sie sich bitte an:

Dr. Jochen P. Ziegelmann         e-mail: jochen.ziegelmannfu-berlin.de

 

How to contribute to the book project "Hotel Waldhaus Vulpera":

Should you have any personal memories, stories, photos or documents about the Hotel Waldhaus Vulpera please contact: Dr. Jochen P. Ziegelmann e-mail: jochen.ziegelmannfu-berlin.de

 

 

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Leben und Werk

 

Horst Ziegelmann

 

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last update: 18.03.2014